Über das Projekt

TempALand – Temporäre An- und Abwesenheiten und deren Auswirkungen auf Land und Gesellschaft

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen so weit entfernt von ihrem eigentlichen Wohnort einer Arbeit, einem Studium oder einer Ausbildung nach, dass sie zeitweise woanders leben. Zeitlich begrenzte Arbeitsaufträge, die Nutzung einer Freizeitwohnung, eines Dauercampingwagens oder die nur zeitweise Anwesenheit von Familienmitgliedern gehören auch dazu. Außerdem können Studien- oder Ausbildungsort weit entfernt liegen. Bisher ist wenig bekannt über den Alltag derjenigen, deren Leben an mehreren Orten stattfindet. Informationen darüber sind für die Kommunen jedoch zunehmend von Bedeutung, um die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, die Nachfrage nach Infrastrukturen, das Mobilitätsangebot oder das Ehrenamt im Blick zu behalten – und die Wünsche von Menschen mit mehreren Wohnsitzen besser berücksichtigen zu können.

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Aus diesem Grunde hat der Landkreis Diepholz mit der Leibniz Universität Hannover ein vom Bund gefördertes Forschungsprojekt namens „TempALand“ gestartet. An diesem arbeiten die Bürgermeister von Diepholz, Rehden, Lemförde, Barnstorf und Wagenfeld aktiv mit und erhoffen sich wichtige Erkenntnisse für eine bedarfsgerechte Gemeindeentwicklung.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Wechselwirkungen zwischen demografischem Wandel und multilokalen Lebensweisen zu analysieren und Handlungsoptionen für Kommunen zu entwickeln, die eine nachhaltige Entwicklung gewährleisten.

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Das dreijährige Verbundprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) und der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ vom 01.06.2016 – 30.05.2019 gefördert.

Bei PendlALand handelt es sich um ein zentrales Projektresultat von TempALand.

© Kerstin Meier

Projektteam

Projektpartner und -beteiligte sind das Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover (Projektleitung), der Landkreis Diepholz (Fachdienst Kreisentwicklung) und die Praxispartner der Modellregion Diepholzer Land (Stadt Diepholz, Gemeinde Wagenfeld und die Samtgemeinden Altes Amt Lemförde, Barnstorf und Rehden) sowie die beiden Planungsbüros Gertz Gutsche Rümenapp – Stadtentwicklung und Mobilität (GGR) und proloco – Stadt und Region, Planung und Entwicklung.

Kontakt

Landkreis Diepholz
Fachdienst 67 Kreisentwicklung, Regionalentwicklung

Leibniz Universität Hannover
Institut für Umweltplanung